Unter Bohrlochstruktur versteht man die Bohrtiefe und den Meißeldurchmesser des entsprechenden Bohrlochabschnitts, die Anzahl der Verrohrungsschichten, deren Durchmesser und Tiefe, die Zementrücklaufhöhe außerhalb jeder Verrohrungsschicht sowie den künstlichen Bohrlochgrund.
Zusammensetzung der Bohrlochstruktur:
1. Leiter
Das erste Futterrohr im Bohrlochaufbau nahe der offenen Bohrlochwand wird als Bohrleitung bezeichnet. Funktionen: Schutz der Oberfläche nahe dem Bohrlochkopf vor Ausspülung zu Beginn des Bohrvorgangs, Aufbau der Spülungszirkulation, Führung des Bohrwerkzeugs, Sicherstellung des vertikalen Bohrens usw.
2. Oberflächengehäuse
Das zweite Bohrlochfutterrohr wird als Oberflächenfutterrohr bezeichnet. Seine Funktion besteht darin, die Wasserschicht abzudichten, die Wände des darüber liegenden, lockeren Gesteins zu verstärken, das Bohrloch zu schützen und den Packer zu installieren.
3. Technisches Gehäuse
Eine in das Oberflächenrohr eingeführte Rohrschicht wird als technisches Rohr bezeichnet. Ihre Funktion besteht darin, die schwierige und komplexe Formation über dem Reservoir zu schützen und abzudichten, um ein reibungsloses Bohren zu gewährleisten.
4. Ölschichtgehäuse
Die letzte Schicht des Bohrlochfutters wird als Ölschichtfutter bezeichnet und kurz als Futterrohr abgekürzt. Ihre Funktion besteht darin, die Bohrlochwand des Ölreservoirs zu verstärken, die Öl-, Gas- und Wasserschichten abzudichten und die langfristige Ölförderung zu gewährleisten.
5. Zementierung
Die Zementierung ist ein Verfahren, bei dem Zementsuspension in den Ringspalt zwischen Verrohrung und Bohrlochwand eingespritzt wird. Sie dient der Verstärkung der Bohrlochwand, dem Schutz der Verrohrung und der Abdichtung der einzelnen Öl-, Gas- und Wasserschichten im Bohrloch, um ein Vermischen zu verhindern.
6. Zementmantel
Nach Abschluss aller Verrohrungs- und Zementierungsarbeiten bildet sich im Ringspalt zwischen Verrohrung und Bohrlochwand ein massiver Zementringzylinder, der als Zementring bezeichnet wird. Seine Funktion besteht darin, die Formation abzudichten, die Bohrlochwand zu verstärken und die Verrohrung zu schützen.
7. Hauptbuchse
Beim Drehbohren wird ein Teil des Kellyrohrs in der Mitte eines Drehtellers befestigt, der die Bohrlochwerkzeuge dreht.
8. Vollständige Bohrtiefe
Die Fertigstellungsbohrtiefe bezieht sich auf die Höhe vom Boden des offenen Bohrlochs bis zur Oberseite der Buchsenfläche des Drehtisches.
9. Gehäusetiefe
Die Verrohrungstiefe bezeichnet den Abstand zwischen der Oberseite des Drehtisches und der Position des Verrohrungsfußes der Ölformation.
10. Künstlicher Brunnenboden
Die Oberseite eines Ölbohrlochs, die nach dem Aushärten des Zements im untersten Abschnitt des Bohrlochfutters im Futterrohr verbleibt. Die künstliche Bohrlochsohle wird als Abstand zwischen der Oberseite des Drehtisches und der künstlichen Bohrlochsohle angegeben.
11. Hohe Zementrendite
Die Höhe des Zementrückflusses im Ringspalt zwischen Verrohrung und Bohrloch. Die Tiefe des Zementrückflusses entspricht dem Abstand zwischen der Oberseite des Drehtisches und der Zementoberfläche im Ringspalt.
12. Zementstopfen
Nach dem Zementieren bildet die Zementsäule vom Boden des gebohrten Brunnens bis zum Boden des künstlichen Brunnens den Zementpfropfen.
Veröffentlichungsdatum: 07.10.2023






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